Der Gehörschaden-Simulator zeigt, wie ein lärmgeschädigtes Gehör klingt und wie Otoplastiken mit PF-Filter den Klang verändern. Ein Hörschaden entsteht meist langsam, tut nicht weh und ist bleibend.
Der rote Schleier zeigt, bei welchen Frequenzen und um wie viel schlechter das Ohr mit dem gewählten Hörschaden hört. Türkis ist der Schall, der das Ohr erreicht, die weiße strichlierte Linie die Dämmung der gewählten Otoplastik.
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Veranschaulichung. Die Stufen beschreiben die Tiefe der typischen Senke bei 4000 Hz. Weil bei der Beurteilung des Gehörs oft der Mittelwert mehrerer Frequenzen herangezogen wird, kann ein solcher Schaden im Befund noch als normales oder geringgradig vermindertes Gehör gelten. Ein echter Hörschaden wiegt schwerer, als Kopfhörer es zeigen können, weil das Ohr auch die Fähigkeit verliert, Klänge voneinander zu unterscheiden.
Je 3 dB mehr bedeuten doppelt so viel Schallenergie, deshalb halbiert sich die unbedenkliche Zeit mit jedem Schritt. Bei Gehörschutz zählt auch, dass Sie ihn die ganze Zeit tragen: Schon eine Stunde ohne Otoplastik pro Schicht kostet den Großteil der Schutzwirkung. Darum ist der Tragekomfort einer Otoplastik so wichtig.
Die Berechnung ist vereinfacht und gilt für die Tageslärmexposition (8-Stunden-Arbeitstag) mit dem Expositionsgrenzwert von 85 dB(A). Die Dämmung wird mit dem SNR-Wert aus der Zertifizierung nach EN 352-2 für den gewählten Filter berücksichtigt. Otoplastiken sitzen bei jedem Einsetzen gleich, deshalb ist der Schutz zuverlässig. Wichtig ist aber, dass Sie sie die ganze Zeit tragen. Impulslärm, etwa Hammerschläge und Druckluftwerkzeuge, wird nach dem Spitzenschalldruckpegel in dB(C) beurteilt (Auslösewert 135 dB(C), Expositionsgrenzwert 137 dB(C)), den die Berechnung nicht erfasst. Nach der VOLV muss der Arbeitgeber ab Überschreiten des Auslösewerts von 80 dB(A) Gehörschutz zur Verfügung stellen, ab Überschreiten des Expositionsgrenzwerts von 85 dB(A) müssen die Beschäftigten ihn benutzen, und der Gehörschutz ist so auszuwählen, dass der Pegel am Ohr unter 85 dB(A) bleibt. Der Rechner ersetzt keine Lärmmessung und ist kein Hörtest.
Lang andauernder Lärm schädigt die Sinneszellen (Haarzellen) im Innenohr. Sie erneuern sich nicht, deshalb ist ein Hörschaden durch Lärm bleibend. Meist zeigt er sich zuerst als typische Senke bei hohen Tönen um 4000 Hz, wo wichtige Konsonanten wie s, sch, f und z liegen, während das Gehör bei 8000 Hz oft wieder etwas besser ist. Deshalb hört man anfangs, dass jemand spricht, versteht ihn aber schlechter, besonders im Lärm.
Ein Hörschaden entsteht schleichend und tut nicht weh, deshalb bemerken ihn viele erst, wenn er schon fortgeschritten ist. Ein sehr lauter Knall, etwa eine Explosion oder ein Schuss, kann das Gehör aber auch schlagartig schädigen. Häufige Begleiterscheinung ist Tinnitus, ein ständiges Pfeifen oder Rauschen in den Ohren. Nach der VOLV ist das Tragen von Gehörschutz ab Überschreiten einer Tageslärmexposition von 85 dB(A) Pflicht.
Wirksam ist der Gehörschutz, den die Menschen auch wirklich tragen. Otoplastiken mit PF-Filter sind dem Gehörgang genau angepasst, sind auch bei ganztägigem Tragen angenehm und dämpfen die hohen, besonders schädlichen Frequenzen am stärksten, während der Träger mit der Umgebung in Kontakt bleibt. Mehr über Gehörschutz nach Maß für Unternehmen.
Wenn die Ohren nach einem lauten Tag klingeln oder sich verstopft anfühlen, ist das Gehör vorübergehend vermindert. Meist erholt es sich nach einigen Stunden bis zwei Tagen, doch Wiederholungen können bleibende Schäden hinterlassen, auch wenn sich das Gehör scheinbar erholt. Dieses Zeichen bedeutet, dass der Lärm zu laut oder der Schutz unzureichend war.
Manche Industrielösemittel, etwa Toluol, Xylol und Styrol, können dem Innenohr schaden. Bei gleichzeitiger Belastung durch Lärm und Lösemittel ist das Risiko eines Hörschadens größer, deshalb ist konsequenter Gehörschutz umso wichtiger.
Nach der VOLV sind Gehöruntersuchungen bei einer Tageslärmexposition über 85 dB(A) verpflichtend, ab Überschreiten von 80 dB(A) ist eine Untersuchung auf Verlangen zu ermöglichen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Arbeitsmediziner. Ein Hörschaden ist nicht heilbar, wird er aber früh erkannt, lässt sich ein Fortschreiten verhindern. Ein plötzlicher Hörverlust auf einem Ohr ist ein Notfall: Gehen Sie noch am selben Tag zum Arzt.
Rangfolge der Maßnahmen. Lärm ist zuerst an der Quelle durch technische Maßnahmen zu beseitigen oder zu verringern, danach durch organisatorische, etwa kürzere Expositionszeiten und die Trennung lärmintensiver Arbeiten. Persönliche Schutzausrüstung ist die letzte Maßnahme, wenn sich das Risiko anders nicht ausreichend verringern lässt.
Werte nach der Verordnung Lärm und Vibrationen (VOLV). Auslösewert: 80 dB(A) Tageslärmexposition bzw. 135 dB(C) Spitzenschalldruckpegel. Expositionsgrenzwert: 85 dB(A) bzw. 137 dB(C). Der Gehörschutz ist so auszuwählen, dass der Pegel am Ohr unter 85 dB(A) bleibt. Der Expositionsgrenzwert ist in Österreich strenger als in der EU-Richtlinie (87 dB(A)).
Pflichten des Arbeitgebers. Arbeitsplatzevaluierung mit Lärmmessung. Ab Überschreiten des Auslösewerts: Gehörschutz zur Verfügung stellen, die Beschäftigten informieren und unterweisen und auf Verlangen eine Gehöruntersuchung ermöglichen. Ab Überschreiten des Expositionsgrenzwerts: Tragepflicht, Kennzeichnung der Lärmbereiche, ein Maßnahmenprogramm und verpflichtende Gehöruntersuchungen. Der Arbeitgeber stellt Gehörschutz kostenlos und für den persönlichen Gebrauch zur Verfügung (§ 69 ASchG).
Auswahl des Gehörschutzes. Die Dämmung wird in der Regel nach der SNR-Methode aus dem Pegel in dB(C), nach der HML-Methode oder nach Oktavbändern berechnet (ÖNORM EN ISO 4869-2). Der Rechner auf dieser Seite ist eine vereinfachte Veranschaulichung für Schulungszwecke und ersetzt nicht die Arbeitsplatzevaluierung.
Otoplastiken mit PF-Filter sind persönliche Schutzausrüstung mit CE-Kennzeichnung, geprüft nach EN 352-2 und konform mit der Verordnung (EU) 2016/425. Zertifikat und Filterspezifikationen mit den Dämmwerten je Frequenz senden wir Ihnen gerne auf Anfrage.
Wir fertigen Otoplastiken mit PF-Filter nach einem Abdruck Ihres Gehörgangs. Der Abdruck ist schmerzlos, dauert nur wenige Minuten und wird direkt in Ihrem Unternehmen abgenommen. Über 15 Jahre Erfahrung und ein eigenes Labor in Slowenien.
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